1990 kaufte ich meinen ersten Schäferhund eine graue vier Monate alte Hündin namens Lady aus einem Tierheim. Diese ganze Aktion war ein reiner Zufall.
1996 folgte ein drei Monate alter Rüde namens Bo von einem Züchter. Dieser wurde schon zweimal zurückgebracht, weil die Vorbesitzer nicht mit ihm zurecht kamen. Er war sehr dominant und schwer steuerbar, fürmeine Frau, also musste etwas passieren, es wurde ein Hundeplatz aufgesucht.
Mit dem Rüden wurde nun regelmässig gearbeitet und der Erfolg blieb nicht aus, er machte seine Prüfungen mit Bravour, SchH 1 bis SchH 3, FH 1, FH 2. Er wurde auch überregional in FH 1 von meiner Frau geführt. Mittlerweile wurde ich gefragt warum ich nicht mit meiner Hündin arbeiten würde, sie könne doch alles. Also machte ich mit ihr die BH, sie war mittlerweile schon sieben Jahre alt. Darauf folgten viele FH 1 Prüfungen die alle mit V oder SG ausgearbeitet wurden. Da mir diese Arbeit viel Spass machte, wurde sie zu meinem Steckenpferd und der Hundesport war in unserem Haus geboren.
Da meine Hündin nun alt genug war und in Rente gehen sollte, kaufte ich mir 2001 eine acht Wochen alte Hündin namens Orrie. Die aber das genaue Gegenteil von meiner alten Hündin war. Was mir in der Ausbildung Probleme bereitete, zumal sich herausstellte, daß sie ein Spätzünder war. Also musste ich alles umstellen - mich und meine Methode der Ausbildung.
Im Mai 2002 machte ich beim HSVRM meinen Ausbilderschein.
2003 zog ein neuer Welpe "Carlo" bei uns ein. Er ist nicht so schön wie meine Hündin, ( sagt der SV ) aber arbeitswillig und robust.
Derweilen machte sich Orrie ganz gut und meine Sportkollegen meinten:" Mach die SchH1 mit ihr, stell sie aus, Kör sie und verkauf sie." Also, gesagt - getan, bis auf den Verkauf..... Stattdessen arbeitete ich mit ihr, mit viel Unterstützung der OG-Hungen immer weiter. Sie wurde von Prüfung zu Prüfung besser. Mittlerweile hat sie mehrfach die SchH 3, IPO 3, FH 1 und die FH 2. Jetzt macht es ihr richtig Spass bei der Arbeit. Sie brauchte halt nur Ihre Zeit und ich hoffe, daß Carlo so wie sie wird, oder noch besser. Seine ersten Prüfungen hat er in 2005 schon mit großem Erfolg gemeistert.
Im August 2003 habe ich den Zwingernammen vom-Roggauer-Eck beim Verein für Deutsch Schäferhunde ( SV ) schützen lassen. Der Name kommt wie folgt zustande, Burg Gräfenrode genannt Roggau ist ein Ortsteil von Karben und unser Haus steht auf einem Eckgrundstück so der Name Roggauer Eck. Im Juni 2005 habe ich meinen ersten Wurf mit meiner Hündin Orrie vom Eichbaum gezogen.Es folgte im Juli 2006 der B-Wurf und im Juli 2007 der C-Wurf wovon ich mir zwei Welpen, Caja und Cindy behalten habe.
In der Zucht werden wir uns immer bemühen anatomisch korrekte Hunde mit einem hohen Maß an Arbeitsbereitschaft zu züchten. Auch legen wir viel Wert auf soziales Verhalten der Welpen die sehr Familiär aufgezogen werden.
Also man sieht, es ist gar nicht so schwer zum Hundesport zu kommen. Eine Kleinigkeit noch zum Schluß: Man kann auch eine schöne Hündin mit ein wenig Abstrichen auf Leistung arbeiten und führen. Dies kann nur zum Vorteil der Zucht sein.

